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Technisches Know-how für Planer, Verarbeiter und Bauherren — von A wie Abdichtung bis Z wie Zetamenthol.

Kapitel
A bis Z

Fachlexikon Bauchemie

Maßnahmen zum Schutz von Bauwerken oder Bauteilen gegen Wasser und Feuchte. Unterschieden wird zwischen Innenabdichtung (weiße Wanne) und Außenabdichtung (schwarze Wanne). MC bietet mineralische Dichtschlämmen, Bitumendickbeschichtungen und Flüssigabdichtungen.Norm: DIN 18195, WU-Beton (DIN EN 1992)
Frischer Beton hat einen pH-Wert von 12–13. Diese Alkalität schützt die Bewehrung vor Korrosion durch Passivierung. Bei Carbonatisierung sinkt der pH unter 9 — dann rostet Stahl. MC-Antiko® und MC-Façade® hemmen diesen Prozess.Norm: DIN EN 1504-2
Chemische Produkte, die dem Frischbeton in geringen Mengen beigegeben werden (meist 0,1–3% der Zementmasse), um Frisch- oder Festbetoneigenschaften gezielt zu verändern. Typen: Fließmittel, Verzögerer, Beschleuniger, Luftporenbildner, Dichtungsmittel.Norm: DIN EN 934-2
Abstand zwischen der Betonoberfläche und dem nächstliegenden Bewehrungsstab. Je nach Expositionsklasse (XC1–XC4, XD, XS) variiert das Mindestmaß zwischen 10 mm und 55 mm. Unterschreitung führt zur Rissverpressung nach MC-Inject®-Verfahren.Norm: DIN EN 1992-1-1, Eurocode 2
Chemischer Prozess bei dem CO₂ aus der Luft mit dem Zementsteinhydrat reagiert und den pH-Wert senkt. Carbonatisierungstiefe wächst mit der Wurzel aus der Zeit. Messung mit Phenolphthalein-Lösung. Schutz durch Beschichtung nach MC-Façade® CO 200.Norm: DIN EN 1504-2, Expositionsklasse XC
Zweikomponentiger Kunststoff aus Epoxid und Härter. Ausgehärtet sehr hohe Druckfestigkeit (>80 N/mm²), chemikalienbeständig, haftet auf Beton, Metall und Holz. Einsatz als Grundierung, Beschichtung und Rissverpressung. Topfzeit beachten: 20–45 min bei 20°C.Norm: DIN EN 1504-3 (Instandsetzung), DIN EN 13813 (Boden)
Schicht aus mineralischen Bindemitteln (Zement CT, Calciumsulfat CA, Magnesia MA) auf einem Untergrund. Funktion: Tragschicht für Oberbeläge, Wärmedämmung, Ausgleich. Estrichkurzbindungen: CT = Zementestrich, CA = Anhydrit-/Calciumsulfatestrich, F = Festigkeitsklasse.Norm: DIN 18560, DIN EN 13813
Pumpfähiger, selbstverlaufender Estrich (Ausbreitmaß ≥ 340 mm, EN 13892-3). Calciumsulfat-Fließestrich (CA-F) ist der Standard für Wohnbau — fugenlos bis 5.000 m², Heizungsestrichfähig. MC-Floor® 250 SV ist ca. 12h begehbar, beleg-/belegbereit nach Feuchtemessung.Norm: DIN 18560-2, DIN EN 13813
Imprägnierung von Beton mit Silanen oder Siloxanen — tiefenhydrophobierend ohne Filmbildung. Wasser perlt ab, Wasserdampf kann entweichen. Ideal für Fassaden, Brücken und Tiefgaragen. MC-Hydro® H 100 dringt bis zu 10 mm ein.Norm: DIN EN 1504-2, Prinzip H
Einpressen von flüssigen Materialien (Epoxidharz, Polyurethan, Acrylat) in Risse oder Hohlräume. Kraftschlüssige Verpressung mit EP schließt trockene Risse ab 0,05 mm. Wasseraktive PU-Schäume (MC-Inject® 2060) expandieren in nassen Rissen.Norm: DIN EN 1504-5
Bewehrungskorrosion entsteht durch Carbonatisierung oder Chlorideintrag. Schutz durch ausreichende Betondeckung, Betonqualität ≥ C30/37 und ggf. Beschichtung (MC-Façade® CO). Im Schadensfall: MC-Armocoat® SP als Stahlschutzschlämme auftragen.Norm: DIN EN 1504-7
Polymer Cement Concrete — zementgebundener Mörtel mit Polymermodifikation. Deutlich höhere Haftfestigkeit und Rissbeständigkeit als reiner Zementmörtel. MC-RockCrete® Plus ist PCC der Klasse R4 (Druckfestigkeit ≥ 45 N/mm²) nach EN 1504-3.Norm: DIN EN 1504-3
Instandsetzungsverfahren zum Füllen von Rissen in Beton oder Mauerwerk. Packer werden in den Riss gebohrt (Abstand ca. 10× Risstiefe), dann wird das Injektionsmittel drucklos oder unter Druck eingepresst. Trocken → EP; feucht/wassertragend → PU-Schaum.Norm: DIN EN 1504-5
Beton mit sehr hohem Fließvermögen (Setzfließmaß > 550 mm), der ohne Rütteln verdichtet. Ermöglicht komplexe Schalung und dichte Bewehrung. Erzielt mit PCE-Fließmitteln (MC-PowerFlow® 2200) bei w/z ≤ 0,42.Norm: DIN EN 206, ÖVBB-Richtlinie SCC
Wasserundurchlässige Konstruktion aus WU-Beton (Wasserundurchlässigkeitsbeton) ohne zusätzliche Abdichtungsebene. Erforderlich: w/z ≤ 0,55, Beton ≥ C25/30 WU, Rissbreite ≤ 0,2 mm. Bei Trennrissen → MC-Inject® PU-Verpressung.Norm: WU-Beton nach DIN 1045, DBV-Merkblatt
Estrich mit Zement als Bindemittel — universell, dampfdicht und industrietauglich. Druckfestigkeitsklassen CT C16/F3 bis CT C50/F7. MC-Floor® IND 50 (CT C50/F7) für Hochlast-Industrieflächen. Wichtig: Feuchtegehalt prüfen (CM-Messung) vor Belag (≤ 2,0 CM% bei beheizt).Norm: DIN 18560-1, DIN EN 13813
Regelwerk

Relevante Normen

Norm Titel Anwendungsgebiet
DIN EN 934-2BetonzusatzmittelBetonherstellung
DIN EN 1504Produkte und Systeme für den Schutz und die Instandsetzung von BetontragwerkenInstandsetzung
DIN EN 1504-2Oberflächenschutzsysteme für BetonSchutz
DIN EN 1504-3Mörtel für tragende InstandsetzungInstandsetzung
DIN EN 1504-5Rissverfüllung (Betoninstandsetzung)Instandsetzung
DIN EN 1504-7Korrosionsschutz der BewehrungStahlschutz
DIN 18195Abdichtung von BauwerkenAbdichtung
DIN 18560Estriche im BauwesenEstrich
DIN EN 13813Estrichmörtel, Estrichmassen und EstricheEstrich
DIN EN 206Beton — Anforderungen, Eigenschaften, Herstellung und KonformitätBeton
DIN 1045-2Tragwerke aus Beton — Festlegungen für die AusführungBeton
DIN EN 14188Fugenfüllstoffe und FugenmassenFugen
Praxiswissen

Verarbeitungshinweise Estrichsysteme

01
Untergrund prüfen
Tragfähigkeit (Haftzugfestigkeit ≥ 1,5 N/mm²), Feuchte (CM-Messung), Sauberkeit. Öl- und Fettverschmutzungen mechanisch entfernen.
02
Grundierung auftragen
Saugende Untergründe: Grundierung 1:1 mit Wasser verdünnen, 2. Lage unverdünnt. Trockenporen schließen für gleichmäßige Saugfähigkeit.
03
Estrich einbauen
Fließestrich per Pumpe: max. Schlauchläge 100m, Pumpendruck 10–30 bar. Wassergehalt streng nach TM einhalten. Luftblasen mit Stachelwalze entfernen.
04
Nachbehandlung
CA-Estrich: vor Schlag- und Frostschäden schützen, nicht zu früh beheizen (frühestens 7 Tage). CM-Wert messen vor Belegung. Min. 0,5 CM% Differenz pro Woche bei Heizestrich.
FAQ

Häufige Fragen

Calciumsulfat-Fließestrich (CA) ist der Standard für Fußbodenheizung — er überträgt Wärme besonders gleichmäßig, schwindet kaum und ist fugenlos verlegbar. MC-Floor® Therm 35 verbessert die Wärmeleitfähigkeit zusätzlich um bis zu 35 %. Vor Inbetriebnahme: Aufheizprotokoll nach EN 1264 einhalten, frühestens nach 28 Tagen beginnen.
Calciumsulfat-Estrich: mindestens 28 Tage Grundtrocknungszeit, dann Aufheizprotokoll (7 Tage) nach DIN EN 1264-4. Zementestrich: mindestens 28 Tage. Belegung erst bei CM-Wert ≤ 0,5 % (CA) bzw. ≤ 2,0 % (CT, unbeheizt). Schnellestrich MC-Floor® Rapid 30 kann nach 3 Stunden belegt werden.
Außenabdichtung (Schwarze Wanne): Bituminöse Dickbeschichtung oder Folie auf der druckbelasteten Seite — bevorzugte Lösung, da das Wasser vor dem Eindringen gestoppt wird. Innenabdichtung (Weiße Wanne): WU-Beton oder mineralische Dichtschlämme — wenn Außenabdichtung nicht möglich. MC bietet beide Systeme.
Kriterien: Rissbreite (≥ 0,2 mm relevant für Dauerhaftigkeit), Risslänge, Leckagen, Bewehrungskorrosion sichtbar, Abplatzungen. Trockene Risse ≥ 0,05 mm → EP-Injektion (kraftschlüssig). Feuchte/wasserführende Risse → PU-Injektion MC-Inject® 2060 (wasseraktiv). Tiefenrisse → Bohrkernentnahme prüfen.
MC-Floor Primer® LV (niedrigviskos, für stark saugende Untergründe) schließt Poren, verbessert die Haftung und verhindert Blasenbildung durch Dampfdruck. Auf saugstarken Untergründen 2-fach grundieren. Bei Restfeuchte > 4 CM% spezielle EP-Feuchtigkeitssperrgrundierung einsetzen.
Ja, viele MC-Systeme sind explizit für den Außenbereich entwickelt: MC-DUR® 2060 UV flow (UV-stabiler PU für Parkhäuser/Balkone), MC-Hydro® H 100 (Fassadenhydrophobierung), MC-RockCrete® Plus (Betoninstandsetzung Außen). Nicht UV-stabil sind ungefüllte EP-Systeme — diese gilben unter UV aus.
Topfzeiten variieren stark je nach Temperatur und Produkt. Faustregel EP: 30–45 min bei 20°C (halbiert sich bei je 10°C mehr). PU-Produkte: 5–15 min. Acrylate: 20–60 min. Im Sommer: Gebinde kühlen, kleinere Chargen ansetzen, Schatten nutzen. Datenblatt immer maßgebend.
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Technische Beratung

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